Welches Umfeld lässt Ideen am Arbeitsplatz sprudeln? Robert Gerlach skizziert die acht Werte einer kreativen Unternehmenskultur. Nürnberg, 24. April 2012
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Ein MBA-Titel ist keine Garantie mehr für einen beruflichen Durchmarsch. Die amerikanische Harvard Business Review kürte Ende 2009 die besten CEOs der Welt. Überraschendes Ergebnis: keiner der Top 3-Platzierten glänzt mit einem MBA-Titel, dafür mit exzellenten Bilanzen. Ein Jahr später untermauert die IBM Global Study diesen Trend. Weltweit stufen CEOs Kreativität als wichtigste Führungskompetenz für die nächsten fünf Jahre ein.

Was wünschen Kunden? Wie kann man die Marge erhöhen? Zwei Fragen, die eng miteinander verbunden sind. Innovative Denker können die Wünsche der Konsumenten voraussehen und sind in der Lage durch ihre visionäre Ideen den Profit des Unternehmens zu steigern. Vorausdenker verfügen über einen höheren Kreativ-IQ.
Forscher gehen davon aus, dass die menschliche Intelligenz aus vielen verschiedenen Untergruppen von Intelligenzen zusammen gesetzt ist. Wir fokussieren auf drei:
Persönliche Kreativität ist ein Zusammenspiel aus der kognitiven, der emotionalen und der intuitiven Intelligenz. Daraus resultiert der kreative IQ.
1. Kognitive Intelligenz
In einer rasant sich verändernden Arbeits- und Lebenswelt ist die Gestaltung der Zukunft keine alleinige Frage des Wissens und der Erfahrungen, sondern immer mehr eine Frage der Ideen. Ideen entstehen aus ungewöhnlichen Fragen. Fragen fordern zum Nachdenken auf. Durch Nachdenken wird das Nervengeflecht, bestehend aus ca. 100 Milliarden Gehirnzellen, angeregt sich neu miteinander zu verknüpfen. Aus Neugier und Vorstellungskraft entstehen Ideen.
Das Gehirn jedoch liebt die Gewohnheit: etablierte neuronale Wege zu benutzen ist ökonomischer, als neue oder ungewöhnliche auszuprobieren. In unseren Kreativtrainings zeigen wir, welche Werte und Faktoren divergentes Denken stimulieren.

2. Emotionale Intelligenz
Die Fähigkeit zu sprechen, zu lieben, zu denken und die Umwelt wahrzunehmen resultiert aus dem Zusammenspiel vieler kleiner elektrischer Signale, die sich im neuronalen Netzwerk entlang der Verknüpfungen ausbreiten. Schaltzentralen für Gefühle sind das limbische System und die Amygdala. Kreative sind aufgeschlossen gegenüber ihren Gefühlen, sie beziehen Gefühle und Denken aufeinander. Auf Basis von Emotionen wie zum Beispiel dem Mitgefühl, der Fähigkeit sich in andere Menschen, in ihre Bedürfnisse und in ihre Wünsche hinein zu versetzen, entwerfen empathiefähige Entwickler Ideen, die begeistern. Produkte, die Zielgruppen übergreifend ansprechen, sind der iPod, das Billy von Ikea oder die Bionade.
In unserem Creative Skills Training zeigen wir:
3. Intuitive Intelligenz
Ideen entstehen, wenn man sich nicht zu sehr auf etwas konzentriert, sondern aus dem Gefühl des Offenseins heraus. Das Unterbewusstsein verarbeitet pro Sekunde ca. 400 Mio. Bits an Information. Der bewusst denkende Teil des Menschen hingegen bewältigt nach heutigen Schätzungen ca. 2.000 Bits pro Sekunde. Genug um einen Satz zu lesen und zu verstehen. Während wir Auto fahren, ein Buch lesen, joggen oder schlafen, sortiert das Unterbewusstsein im "Hinterkopf" Informationen, filtert und bewertet sie, bis es die Lösung an unser Bewusstsein sendet. Damit sich kreative Gedanken entwickeln können, muss der Organismus im entspannten Zustand sein. Mehr zur IQudo Studie Ideenfindung
Creative Skills