Im Jahr 2024 führten wir am Karlsruher Institut für Technologie im Rahmen einer Forschungsarbeit die Studie Kreativitätsdividende durch. Ziel der psychometrischen Online-Befragung war es, den Zusammenhang zwischen Kreativität und Geschäftserfolg zu untersuchen. Die IQudo-Studie basierte auf den Umfrageergebnissen von rund 100 deutschen Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen.
Die Ergebnisse der Studie bestätigten, dass eine signifikant positive Beziehung zwischen der Kreativität eines Unternehmens und dessen Geschäftserfolg besteht. Dabei zeigte sich, dass über 80 % der Unternehmen, die ein Umsatzwachstum von mehr als 20 % aufweisen konnten, Kreativität in ihrem Unternehmen fördern. Auch in Bezug auf die Arbeitgeberattraktivität zeigte sich, dass rund 74 % der Unternehmen, die mehrere nationale Auszeichnungen als Arbeitgeber erhielten, Kreativität fördern.
Mögliche Ursachen für diese positiven Effekte liegen unter anderem darin, dass kreative Unternehmen effizienter in der Entwicklung neuer Produkte und Prozesse sind. Darüber hinaus fördert eine Unternehmenskultur, die individuelle Kreativität schätzt, die intrinsische Motivation der Mitarbeiter, was sich positiv auf die Arbeitgeberattraktivität auswirkt.
Bereits 2014 hatte eine von Adobe in Auftrag gegebene Studie ähnliche Ergebnisse aufgezeigt: Kreative Unternehmen übertrafen ihre Wettbewerber in wichtigen Leistungsindikatoren wie Umsatzwachstum, Marktanteil und Arbeitgeberattraktivität. Die IQudo-Studie 2024 greift diese Erkenntnisse auf, fokussiert dabei auf den deutschen Markt und berücksichtigt die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen der letzten zehn Jahre.